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Informationen zur ausgeschütteten Nettorendite 2009 und der Verzinsung 2009

Die Rendite 2009 hat einen guten Teil der Verluste aus dem Vorjahr wettgemacht. Trotzdem ist die Reservesituation bei den meisten Vorsorgewerken noch weit von der notwendigen Schwankungsreserve entfernt. Der Tätigkeitsbericht des Anlageausschusses zeigt Details zum Anlagejahr 2009 und zum Anlageergebnis der GEMINI Pools auf.

Performance 2009
Im Vergleich zu den BVG-Indizes sind in der Performance von GEMINI die Anlagekosten bereits enthalten. Die GEMINI Pools haben im letzten Jahr sehr gut abgeschnitten:

  • GEMINI Pool 20: 11,10%
  • GEMINI Pool 35: 13,60%
  • GEMINI Pool 50: 15,50%


Ausgeschüttete Nettorendite 2009
Das schlechte Ergebnis aus dem Krisenjahr 2008 führte vor einem Jahr zu einem Deckungsgrad über alle Vorsorgewerke hinweg von unter 90%. Trotz der guten Anlagerendite 2009 konnte der negative Wert im Ausgleichsfonds nicht vollständig ausfinanziert werden. Somit kommt eine im letzten Sommer auf Stiftungsebene beschlossene Sanierungsmassnahme zum Tragen: Ein Teil des Ergebnisses 2009 wird dem Ausgleichsfonds zugewiesen. Deshalb fällt die Differenz zwischen erzielter und ausgeschütteter Rendite höher aus als in den vergangenen Jahren. Der Abzug für die Vermögensverwaltung und übrige Kosten beträgt 0,3%, derjenige für den Ausgleichsfonds rund 1,3%. Daraus ergibt sich folgende Nettorendite 2009:

  • GEMINI Pool 20:   9,50%
  • GEMINI Pool 35: 12,00%
  • GEMINI Pool 50: 13,90%


Sanierung Rentnerkasse
Die im Oktober 2009 angekündigte Sanierung der Rentnerkasse wird wie folgt umgesetzt: Betroffen sind nur Vorsorgewerke, die in ihrem Vorsorgeplan Altersrenten vorsehen und Überschüsse erhalten. Für diese erfolgt ein Abzug zugunsten der Rentnerkasse in der Höhe von 11% der für jedes Vorsorgewerk berechneten Überschüsse. Insgesamt werden der Rentnerkasse rund CHF 1,5 Millionen zugewiesen. Da die Überschüsse 2009 höher ausfallen als im Vorjahr, werden sich die den Vorsorgewerken gutgeschriebenen Überschüsse trotz Zuweisung an die Rentnerkasse auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.


Verzinsung 2009 des Sparkapitals
Trotz des erfreulichen Ergebnisses 2009 erreichen viele Vorsorgewerke die erforderliche Wertschwankungsreserve nicht. Als Hilfestellung für den Zinsentscheid 2009 erhält jedes Vorsorgewerk eine Deckungsgradberechnung. Je nach Deckungsgrad gelten folgende Empfehlungen bzw. Vorgaben. Die gesetzlichen Mindestbestimmungen bleiben gewahrt, auch wenn das Sparkapital mit einem tieferen als dem BVG-Mindestzinssatz verzinst wird.

  • Geschätzter Deckungsgrad unter 90%: Das gesamte Sparkapital ist mit 0% zu verzinsen. Die Sanierungsmassnahmen müssen weitergeführt werden.
  • Geschätzter Deckungsgrad zwischen 90% und 95%: Das gesamte Sparkapital ist mit 0% zu verzinsen. Die Sanierungsmassnahmen müssen weitergeführt werden.
  • Geschätzter Deckungsgrad zwischen 95% und 100%: Das Sparkapital entweder mit 0% oder moderat zu verzinsen. Es müssen nicht zwingend Sanierungsmassnahmen erhoben werden. Massnahmen für den mittelfristigen Aufbau der notwendigen Wertschwankungsreserve sind angezeigt.
  • Geschätzter Deckungsgrad über 100% (minimal notwendige Schwankungsreserve nicht vorhanden): Das Sparkapital ist moderat zu verzinsen, der BVG-Mindestzins darf nicht überschritten werden, so lange die nötige Wertschwankungsreserve nicht erreicht ist.


Notwendige Wertschwankungsreserve

Aufgrund der geänderten Anlagestrategie per 1. Januar 2010 wurden die notwendigen Schwankungsreserven neu berechnet. Sie gelangen bereits mit dem Abschluss 2009 zur Anwendung:

Obligatorium

  • GEMINI Pool 0:    1,0%
  • GEMINI Pool 20:  7,7%
  • GEMINI Pool 35: 13,1%
  • GEMINI Pool 50: 17,0%

Ausserobligatorium

  • GEMINI Pool 0:        0%
  • GEMINI Pool 20:   5,1%
  • GEMINI Pool 35: 10,3%
  • GEMINI Pool 50: 14,2%
     

Für den Verzinsungsentscheid bitte das Formular für die Verzinsung 2009 verwenden.

10.2.2010